FAQ

Die Kinder bzw. ihre Familien müssen folgende Kriterien erfüllen:

  • Das Kind muss zwischen 5 und 15 Jahren alt sein.
  • Die finanziellen Mittel der Eltern müssen so gering sein, dass sie den Schulbesuch des Kindes aus eigenen Kräften nicht bezahlen könnten.
  • Die Eltern dürfen weder drogen- noch alkoholabhängig sein.
  • Die Eltern müssen aktiv dazu beitragen, dass das Kind zur Schule geht.
  • Kinder und Eltern müssen bei Aufnahme in das Programm einen Kodex unterschreiben, an den sie sich halten müssen und der die Werte, für die wir eintreten, festhält.
Die Fixkosten (Stand: März 2019) belaufen sich monatlich umgerechnet auf rund 168 Euro je Kind. Davon entfallen 99 Euro auf den Bildungsbereich, der das Schulgeld, sämtliche Schulmaterialien (z. B. Bücher, Lehrmaterialien, Schulkleidung) sowie die Nachhilfebetreuung und die dafür notwendige Infrastruktur (z. B. Raummiete) umfasst. Weitere 52 Euro werden monatlich für die Gesundheitsversorgung der Kinder benötigt, zu der ein täglicher Schulsnack gehört, ein Snack während der Hausaufgabenbetreuung, Hygieneartikel, die Versorgung im Fall medizinischer Notfälle sowie der regelmäßige Besuch bei einem Zahnarzt. Auf Schulfeste und gelegentliche Ausflüge entfallen 17 Euro pro Monat. Neben den Geldern, die direkt für die Kinder eingesetzt werden, erhalten unsere zwei Mitarbeiterinnen vor Ort sowie unsere Nachhilfelehrerin, die nachmittags die Hausaufgaben betreut, einen gesetzlichen Mindestlohn (aktuell sind dies umgerechnet rund 240 Euro). Die in Brasilien rechtlich vorgeschriebene Steuerfachgehilfin erhält monatlich 45 Euro. Die monatlichen Wechselgebühren, die bei den Überweisungen von Deutschland nach Brasilien entstehen, belaufen sich auf rund 60 Euro pro Monat. Auf die 15 Kinder umgerechnet bedeutet dies einen zusätzlichen administrativen Betrag von 55 Euro pro Kind.

Das DZI (Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen) nimmt jährlich eine Grundgebühr von 500 Euro und einen Zusatzbeitrag von 0,35 ‰ der jährlichen Gesamteinnahmen für die Ausstellung und jährliche Verlängerung der sogenannten Spenden-Siegel-Prüfung. In unserem Fall würden sich die Kosten im ersten Jahr auf rund 900 Euro belaufen, für den jährlichen Verlängerungsantrag auf rund 600 Euro. Diese Kosten möchten wir lieber in die Arbeit mit den Kindern investieren.

In Brasilien ist die Zahl der übergewichtigen und fettleibigen Kinder seit den 1970er Jahren stark gestiegen: von etwa sieben Prozent auf mehr als 25 Prozent um 2010. Zum Vergleich: In Deutschland waren der sogenannten Kinder- und Jugendgesundheitsstudie (KiGGS) zufolge um 2005 rund 21,4 Prozent der Sieben- bis Zehnjährigen übergewichtig oder fettleibig. Bei den 14- bis 17-Jährigen waren es sogar 25,5 Prozent.

In Brasilien liegt der Grund unserer Beobachtung nach einerseits in der vergleichsweise ungesunden und einseitigen Ernährung und andererseits in der mangelnden Bewegung. Die Ernährung insbesondere der ärmeren Bevölkerung besteht in erster Linie aus Weißbrot, Reis und Bohnen – je nach finanziellen Möglichkeiten kombiniert mit Fleisch oder Fisch. Auch wenn es ausreichend Früchte und Gemüse zu kaufen gibt, bevorzugen die Kinder – sofern sie etwas Kleingeld in ihrer Tasche haben – eher ungesunde Dinge wie Chips oder Süßigkeiten, die sie sich in einem der kleinen Lädchen in der Favela kaufen. Als Zwischenmahlzeit eine Mango oder Ananas zu essen lehnen sie ab, da es ihnen nicht süß genug ist und auch nicht vorgelebt wird. Diese Erfahrung haben wir schon oft gemacht, wie übrigens auch mit natürlichen Säften oder Smoothies, die erst nach Zugabe von ausreichend Zucker von den Kindern getrunken werden.

In der Kinderarztpraxis, in der Dr. Julia Kaethner arbeitet, wird versucht, den Eltern folgendes zu vermitteln: „Wir essen nicht das, was uns schmeckt, sondern uns schmeckt das, was wir regelmäßig essen!“ (Prof. Dr. B. Koletzko von der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin DGKJ). In Brasilien ist dies leider sehr schwierig umzusetzen, unter anderem aufgrund des Bildungsstands der Eltern oder ihrer finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten.

Die mangelnde Bewegung ist in erster Linie auf die sehr hohen Temperaturen und die Sicherheitslage in der Favela zurückzuführen. In der Schule haben die Kinder zwar Sportunterricht, in ihrer Freizeit bewegen sie sich aber so gut wie gar nicht. Sportkurse oder Vereinssport können die Eltern nicht bezahlen und um in den Straßen der Favela zu rennen, toben und spielen ist die Lage zu unsicher.

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